Krisensimulation

Eine Übung, in der Vorstand und Krisenstab ein realistisches Krisenszenario unter kontrollierten Bedingungen durchspielen.

Eine Krisensimulation prüft, ob Abläufe in der Praxis funktionieren. Die Teilnehmenden erhalten nach und nach Informationen zu einem sich entwickelnden Vorfall: eine Meldung aus dem Werk, eine Journalistenanfrage, einen Beitrag im Netz, einen Anruf der Bank. Sie müssen Fakten klären, entscheiden, eine erste Stellungnahme vorbereiten und festlegen, wen sie in welcher Reihenfolge informieren.

Die Übung kann als schrittweise geführte Planbesprechung oder als realistischere Simulation mit Zeitdruck und aufgezeichneten Interviews stattfinden. Die Wahl hängt vom Reifegrad der Organisation ab. Für eine erste Übung genügt meist das Besprechungsformat.

Am wertvollsten ist die Nachbesprechung. Dann zeigt sich, wo Befugnisse, Kontakte, Vorlagen oder eine klare Rollenverteilung fehlen. Für den Vorstand ist die Simulation ein geschützter Rahmen, um Fehler zu machen, bevor sie im Ernstfall passieren. Bewährt hat sich, die Übung mindestens einmal jährlich und nach jeder wesentlichen Änderung im Vorstand zu wiederholen.

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